Paradontose-Behandlung

Warum Sie keine Angst vor einer Parodontitis-Behandlung haben müssen

Kategorien: Parodontose

Parodontose (auch Paradontitis genannt) ist eine Volkskrankheit. Das ist den meisten Menschen bewusst: Zahnfleischbluten, zurückgehendes Zahnfleisch, Entzündung des Zahnbettes und schließlich Zahnverlust. Davor sollten Sie Angst haben, nicht jedoch vor der Behandlung.

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Woher kommt die Angst? Warum die Panik vor einer Parodontitis-Behandlung?

Vor einigen Jahren war die Behandlung noch komplett anders. Da ging man davon aus, dass man das Problem wegschneiden kann. So erzählen es auch ältere Menschen und sagen: „Nie wieder!“ Verständlich: da wurde weggeschnitten und genäht. Heutzutage ist das jedoch angesichts neuer Erkenntnisse und Behandlungsmethoden nicht mehr der Fall.

Parodontose: neue Erkenntnisse – neue Methoden

Inzwischen geht man davon aus, dass Parodontitis eine Erkrankung ist, die man durch die mechanische Reinigung der Zähne und eine Verbesserung des körpereigenen Immunsystems in den Griff bekommt.

Aber man darf nicht den richtigen Zeitpunkt verpassen. Es ist recht einfach zu merken, ob man betroffen ist. Beim Zahnarztbesuch heißt der Befund des Röntgenbilds dann Knocheneinbrüche oder generalisierter Knochenschwund. Aber es gibt auch sanftere Methoden der Kontrolle: ich streiche ganz leicht den Zahnfleischsaum aus und sehe, dass das Zahnfleisch schon bei dieser leichten Berührung anfängt zu bluten.

Patienten merken das die Beschwerden oft auch schon seit längerem und berichten dann in der Praxis von Zahnfleischbluten beim Zähneputzen. Blutung gleich Entzündung gleich „krank“ – in diesem Falle leider eine Regel. 

Wenn sich der Knochen bereits abgebaut hat, sprechen wir von einer Parodontitis. Der Zahnhalteapparat, der Knochen, die Fasern, die den Zahn am Knochen verankern, die äußerste Schicht der Wurzel, das Wurzelzement – alles das, was bereits entzündet ist, wollen wir im Rahmen der Parodontitis-Behandlung beruhigen.

Ausheilen kann man eine Parodontitis nicht. Aber wir können den Abbauprozess verlangsamen und sogar stoppen. Dabei gliedert sich die Behandlung in drei Teile.

Die Vorbehandlung einer Parodontitis

Zuerst sollten wir in einem Gespräch eine kleine Bestandsaufnahme machen. Wie sieht Ihre Zahnputztechnik aus? Was können wir umstellen oder optimieren? Wie sind die Risikofaktoren? Rauchen Sie? Haben Sie viel Stress? Gibt es in Ihrer Familien genetische Dispositionen, das heißt eine Veranlagung für Parodontose)? Nehmen Sie Medikamente? Sind Sie übergewichtig? Auch viele Süßgetränke und fettiges Essen können einen negativen Einfluss haben.

Wir versuchen die Punkte zu finden, an denen wir ansetzen können, um die Immunabwehr Ihres Körpers zu stärken. Denn eine Parodontitis wird durch Bakterien hervorgerufen. Ein gutes Abwehrsystem kann da schon Wunder wirken, zusammen mit einer guten mechanischen Reinigung der Problemfelder.

Jetzt geht es sanft ans Eingemachte: die Hauptbehandlung

Vor der Behandlung wird noch ein aktuelles Röntgenbild zur Übersicht gemacht, das auch der Vorlage bei der Krankenkasse dient. 

Natürlich gibt es eine örtliche Betäubung mit einer Spritze. Sie können aber auch zwischen einer Lachgasbehandlung oder Analgosedierung wählen, die Sie in eine Art Dämmerschlaf versetzt. In den sozialen Netzwerken lese ich immer wieder, dass Menschen Angst vor der Behandlung haben und sich nicht trauen, das mit der Zahnärztin zu bereden. Meine ehrliche Bitte: sprechen Sie es offen an! Es gibt weitere einfache und gute Möglichkeiten: von der Akupunktur bis zur Hypnose.

Das Ziel der eigentlichen Behandlung ist es, den von Parodontose betroffenen Zahn wieder sauber zu bekommen, denn an einem sauberen Zahn regeneriert sich auch das Zahnfleisch. Besonderes Augenmerk lege ich dabei auf die Zahnfleischtaschen. Dies ist der Abstand zwischen dem Zahnfleischrand und der Zahnoberfläche. Im gesunden Zustand liegt dieser bei 3 mm. Im Falle einer Parodontose ist die Lücke größer und weitet sich quasi zu einer Tasche aus. Das kann daran liegen, dass sich der Knochen abgebaut oder das Zahnfleisch entzündet ist und sich dadurch aufspannt. 

Bei einer tiefgehenden, gründlichen Reinigung entfernen wir alle Beläge und sogar die Konkremente, das bedeutet den Zahnstein, der unter dem Zahnfleisch sitzt. Damit nehmen wir dem Zahnfleisch den chronischen Reiz, sodass es sich entspannt und die gesamte Entzündungssituation beruhigt wird.

Ich biete auch zusätzliche Leistungen an, wie zum Beispiel eine Softlaserbehandlung – mit gutem Erfolg!

Damit lässt sich die Anzahl der „bösen“ Bakterien verringern und das natürliche Gleichgewicht zwischen Guten und Bösen wiederherstellen. Der Laser schafft es auch, die Zahnfleischtaschen relativ schnell wieder zu verschließen. Dadurch bildet sich das Zahnfleisch wieder auf eine akzeptable Höhe zurück, d.h. ein wenig über dem Knochenniveau. 

Dies wirkt auch optisch gut. Denn bei und nach einer Parodontose haben viele den Eindruck, dass der Zahn länger wird. Aber das ist das Los der Parodontosepatienten, denn der Zahnfleischverlust kann dramatisch sein. Hier will ich helfen, nicht nur die Funktion, sondern auch die Ästhetik wiederherzustellen.

Ohne eine gute Nachsorge droht die Parodontose wieder aufzuleben


Manche Patienten meinen, nun sei alles gut. Leider ist das ein Trugschluss. In meinen Augen ist mit der Hauptbehandlung das Thema nicht erledigt. 

An dieser Erkrankung muss man sein Leben lang arbeiten, sei es durch die eigene Mundhygiene, sei es mit der Unterstützung durch die Zahnarztpraxen und Prophylaxehelfern.

Die Tiefe der Zahnfleischtaschen haben wir natürlich vor der Behandlung ausgemessen, damit wir nun im Anschluss den Effekt und den Erfolg beurteilen können. Der Arzt kann dann auch sehr leicht erkennen, ob und wo er eventuell nacharbeiten muss.

Wichtig sind nun regelmäßige Zahnarztbesuche. Auch das wird gemeinsam besprochen: sehen wir uns alle drei, vier oder sechs Monate wieder?

Ein kurzer Check, eine schnelle Prophylaxe oder Säuberung in der Praxis: das ist auch in Zukunft wichtig, denn Zahn- oder Zahnfleischentzündungen können die Gesundheit des ganzen Körpers beeinträchtigen. 

Eine unbehandelte, chronische Parodontitis kann sogar Herzkrankheiten, Schlaganfälle und Diabetes provozieren. Lassen Sie uns daher gemeinsam dieses Risiko rechtzeitig mit sanften Mitteln bekämpfen!

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